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Ist Tantra-Sex die Lösung
partnerschaftlicher Probleme?
Aller Anfang beginnt mit Überschwang und Maßlosigkeit. Während der ersten Monate einer Beziehung ist alles neu und aufregend. Jeder Minute Sex wird ausgekostet und genossen. Die Kondomindustrie hat ein neue Stammkundschaft gewonnen und die Nachbarn werden mit Dirty Talk und lauten Stöhngeräuschen gequält. Das Hormon Testosteron flutet beider Gehirne bis zum Anschlag und lässt beide zu Sexjunkies mutieren.
Aber allen Anfang wohnt ein Ende inne. Irgendwann weiß Sie, was er meint, wenn er sich demonstrativ unter der Dusche sein Gemächt wäscht. Ihn törnt es nur noch bedingt an, wenn sie stundenlang massiert werden möchte. Im Laufe der Zeit, wird nicht nur der Tagesablauf ökonomisch strukturiert, sondern auch das Sexleben.
Dreimal flüchtig den Kitzler gestreichelt und „Du Sau“ geflüstert. Zweimal am der Eichel geleckt und „Ich will Dich in mir spüren“ geheuchelt, lassen wenig Geilheit aufkommen. Wen wundert es, dass sich daraufhin die Fickfrequenz drastisch nach unten auspegelt. Die Nachbarn freut es natürlich. Kein brünstiges Gekreische stört mehr den Genuss einer Tatort-Folge.
Dummerweise ist guter Sex aber ein Grundpfeiler einer gesunden und erfüllten Partnerschaft. Und wo die Libido einschläft, da macht sich Gleichgültigkeit und Langeweile breit.
Zu guter letzt sitzen beide stumm vor dem Fernseher und lassen sich berieseln. Nennen sich gegenseitig Mutti und Vati oder pflegen einen freundschaftlichen Umgang wie Geschwister. Sein Bauch wird vom Bier immer runder und ihre Fresse immer fluntschiger, wenn sie allein vor dem abendlichen Zubettgehen die Geschirrspülmaschine ausräumt.
Doch wenn sich die Zeit schon nicht zurückdrehen lässt und der Highspeed-Sex von früher unwiederbringlich verloren ist, vielleicht kann ja das fernöstliche Tantra eine Lösung sein? Sex in Zeitlupe. Ekstase die entsteht, wenn er sein Glied rhythmisch im Stundentakt vor- und zurückzieht. Lust die aus dem millimeterweisen vordringen in körperfernste Öffnungen entsteht. Gemeinschaftliche Orgasmen vereint im „Ohm“-Gesang.
Das könnte doch einer Partnerschaft neuen Schwung verleihen, oder sehen sie das ganz anders?
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