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Eros, Desperados Maria
Desperados Maria Eros wurde in den Siebzigern als Sohn eines deutschen Diplomaten und einer argentinischen Sängerin an Bord eines Luxusliners zwischen Hongkong und Los Angeles geboren. Aufgewachsen in verschiedenen europäische und lateinamerikanischen Städten, verbrachte er einige Jahre seine Studienzeit in Münster.
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Nachhaltig beeinflussten ihn der kosmopolitische Freundeskreis seiner Mutter und ihr südamerikanisches Temperament. Sein Vater dagegen, in frühen Jahren ein Lebemann, zog sich mehr und mehr aus dem öffentlichen Leben zurück und fand pensioniert seinen Frieden in tiefer Religiosität. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Lebensfreude und einer verklemmten westdeutschen Kleinstadtmoral hinterließen tiefe Spuren und formten Desperados Maria Eros zu dem Künstler, der er ist. Sein Schaffen ist geprägt von der Frage nach der Moral und Verantwortung in uns. Und er geht seinen Weg konsequent. So greift er grundsätzlich Werke fremder Fotografen auf um diese zu bearbeiten und zu verfremden. Aber er leugnet diesen Schaffensprozess nicht. Zitat: „Ich stürze mich auf fremde Arbeiten wie ein Geier und transformiere sie nur zu gern. Ja, meine Arbeit fußt zu einem nicht unerheblichen Teil auf der Arbeit anderer Künstler. Ich bin ein Kunstschmarotzer. Aber ich glaube, dass meine Arbeit, das Werk anderer erst wahrhaft vollendet. Ich benutze nur Arbeiten, von denen ich glaube, dass der ursprüngliche Künstler diese nicht optimal gestaltet hat. Meine Aufgabe ist es die künstlerische Endfassung zu finden.“
Man kann sich aber dem Künstler auch über eine Analyse seines Namens nähern. Natürlich ist Desperados Maria Eros ein Pseudonym, aber ein äußerst aufschlussreiches. So steckt in dem Wort Desperados sowohl die Begriffe verzweifelt und hoffnungslos, als aber auch verwegen, tollkühn oder ungeduldig.
So kann man behaupten, das das Werkschaffen von Desperados Maria Eros geprägt ist, von der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit einer Gesellschaft, die im Bereich der Sexualität eine Doppelmoral lebt. Aber auch von der Verwegenheit und Ungeduld, mit der der Künstler eben dieser Gesellschaft, mit seinen Werken den Spiegel vor das Gesicht hält und hoffnungsfroh provoziert. Was kann man von einem Banditen der Lust auch anderes erwarten?
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